Öffentliche Träger

Überall, doch wenig beachtet – Eh da-Flächen

Wir alle sehen sie täglich, nehmen sie aber vielleicht nicht immer wahr: Flächen ohne einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen. Sie finden sich zum Beispiel als Böschungen entlang von Straßen oder Bahntrassen, oder in Ortschaften als kommunale Grünflächen. Sie sind also einfach „eh-da!“ und bergen, je nach Standort, großes Potential. Warum also nicht dieses Potential nutzen?

Durch gezielte Bepflanzung mit heimischen Wildpflanzen und angepasster Pflege können Eh da-Flächen ökologisch aufgewertet werden, mit ihrer Ästhetik Menschen erfreuen und einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Insektensterben und den Biodiversitätsverlust leisten. Mit der Erfassung von Eh da-Flächen durch die Naturparke können Besitzer solcher Flächen gezielt bei Aufwertung und Pflege unterstützt werden und so mit blühendem Eifer vorangehen, um eine vielfältige Zukunft zu schaffen.

Für eine blühende Zukunft

Personen und Einrichtungen des öffentlichen Lebens haben eine besondere Bedeutung und auch Verantwortung. Mit ihrer Position, Funktion und ihren Entscheidungen nehmen sie maßgeblich Einfluss auf unser Leben. Viele dieser Akteure besitzen Flächen, die ökologisch aufgewertet werden können. Die Naturparke haben sich daher das Ziel gesetzt, über Weiterbildungsmöglichkeiten, Vorträge, Exkursionen und Beratungen hierbei Unterstützung zu leisten.

Dabei soll auf Möglichkeiten der Umgestaltung und Pflege dieser Flächen, sowie die Bedeutung eines mit und durch Insekten funktionierenden Ökosystems eingegangen werden. Öffentliche Träger haben somit noch stärker die Chance, ihrer Vorbildfunktion nachzukommen, Menschen durch ihr Handeln zu überzeugen, die Lebensqualität zu erhöhen und Biodiversität zu fördern.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Was verbindet öffentliche Träger, Landwirte und der Plan National pour la Protection de la Nature?

Sie alle helfen dabei, unsere Zukunft lebenswert zu gestalten. Öffentliche Träger besitzen neben Eh da-Flächen häufig Acker- und Grünland, welches in der Regel verpachtet ist. Mit ihrer Position und Verantwortung können Staat, Gemeinden und andere öffentliche Träger mit gutem Beispiel vorangehen, um auf mindestens 10% der landwirtschaftlich genutzten Fläche biodiversitätsfördernde Maßnahmen umzusetzen. Die Naturparke wollen dabei helfen, dieser Verantwortung gerecht zu werden und Ziele des Plan National pour la Protection de la Nature zu erreichen.

Zusammen mit den Landbesitzern, Landbewirtschaftern und Verbänden wollen sie optimale Lösungen finden, sodass nach und nach möglichst alle Flächen in öffentlichem Besitz insekten- bzw. biodiversitätsfördernd bewirtschaftet werden. Dafür soll mit allen betroffenen Akteuren ein umsetzbares Konzept ausgearbeitet werden, um zu gewährleisten, dass am Ende alle profitieren.